Öle im Mühletal
Kontaktinformationen
Öle / Museum
Tel. 031 724 52 44
E-Mail oele@muensingen.ch (oele@muensingen.ch)
Nüsse pressen
Tel. 031 721 71 95
(jeweils am Dienstag)
Verein Freunde der Öle
Website www.oele-muensingen.ch
Lage und Anfahrt
Die Öle befindet sich im Mühletal. Von den SBB-Stationen Tägertschi und Münsingen ist die Öle zu Fuss in ca. 20 Minuten erreichbar. Ortsplan .
Öffnungszeiten
Mai bis Oktober jeweils am 1. und 3. Samstag/Sonntag des Monats von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
Besichtigung
In der restaurierten 300jährigen Ölmühle am Grabenbach zwischen Münsingen und Tägertschi werden die verschiedene Arbeitsgänge der ursprünglichen Ölpressung vorgeführt. Neben der Ölproduktion sind eine Knochenstampfe und eine Nagelschmiede als Nebenerwerbsbetrieb des Ölers zu sehen. Zu den Einrichtungen gehört zudem die Präsentation alter Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie eine reiche Sammlung an Lichtquellen und Lichtträgern vergangener Zeiten.
Eintritt frei.
Die Besucher/innen können Baumnussöl kaufen, das aus hiesigen Ölfrüchten gepresst und in einem knapp zweistündigen Arbeitsprozess gewonnen wird. Für Familienfeste und kleinere Vereinsanlässe wird die Ölestube vermietet.
Führungen
Führungen für Gruppen sind ganzjährig nach Vereinbarung möglich.
Gebühren Führungen
- Münsinger Schulklassen frei
- Gruppen bis 20 Personen: CHF 50.-
- Gruppen ab 21 Personen: CHF 100.-
- Auswärtige Schulklassen: CHF 30.-
Miete Ölestube
Informationen zur Vermietung der Ölestube finden Sie hier.
Geschichte der Öle
Die im 17. Jahrhundert der Mühle angegliederten Öle wurde seit 1809 vom Öler Hans Jörg betrieben. Er besass neben dem Ölerecht auch das ,,Reibe-, Stampfe- und Schleif-Recht". Ein Wasserrad mit einem Durchmesser von 4,6 Meter lieferte die Antriebsenergie. Das Wasser wurde über einen Känel vom Grabenbach hergeleitet. Im Jahr 1918 bewilligte der Kanton Bern dem Öler Peter Beer den Ausbau der Nutzbarmachung der Wasserkraft: Das Wasserrad wurde durch eine Turbine ersetzt, die zusätzlich über einen Generator die Öle mit elektrischem Strom für 18 Glühlampen versah.
Durch die schnelle Verbreitung der elektrischen Antriebsenergie und die aufkommenden Öle- und Fettfabriken wie Astra, Sais usw. musste der Ölebetrieb jedoch bald eingestellt werden. Seit 1991 dreht sich das Wasserrad der alten Öle im Mühletal wieder. Und während den Sommermonaten führen die Ölimannen den Besuchern und Besucherinnen vor, wie früher Öl gepresst wurde.
Ölherstellung
Zu den Produkten der Öle gehören Baumöl aus Baum- und Haselnüssen, Leinöl aus Flachssamen, Mohnöl und Lewatöl als Brennstoff für die Öllampen aus Raps, daneben Wagensalbe und Knochenmehl. Die Ölfrüchte werden in einem ersten Arbeitsgang zerquetscht - die Nusskerne auf dem Reibtisch, Raps, Mohn und Leinsamen auf der Walzenquetsche - und anschliessend in einer Pfanne erwärmt. Der erwärmte Brei wird in ein gut durchlässiges Tuch eingepackt und in die Presse eingelegt. Mit einem Rammbalken, der auf den Keil bzw. Pressweggen schlägt, wird das Öl ausgepresst. Das Lösen geschieht mit Schlägen auf einen Gegenkeil, dem sogenannten Losweggen. Der Ölkuchen wurde früher für die Tierfütterung verwendet, heute kann aus dem Nussmehl feiner Nusskuchen gebacken werden.
Mit einem Rammbalken, der auf den Keil bzw. Pressweggen schlägt, wird das Öl ausgepresst. Das Lösen geschieht mit Schlägen auf einen Gegenkeil, dem sogenannten Losweggen. Der Ölkuchen wurde früher für die Tierfütterung verwendet, heute kann aus dem Nussmehl feiner Nusskuchen gebacken werden.









