Diese gedrängte Darstellung der Münsinger Geschichte lehnt sich an eine Zeittafel in der 2010 publizierten Ortsgeschichte an. Das nahezu 500-seitige Werk spannt den Bogen von der eiszeitlichen Vorgeschichte bis in die Gegenwart. Es kann als Buch bei der Gemeinde (Schalter neue Bahnhofstrasse 4 oder Abteilung Bildung, Kultur und Sport im Schloss) oder im Buchhandel bezogen werden.
Diese gedrängte Darstellung der Münsinger Geschichte lehnt sich an eine Zeittafel in der 2010 publizierten Ortsgeschichte an. Das nahezu 500-seitige Werk spannt den Bogen von der eiszeitlichen Vorgeschichte bis in die Gegenwart. Es kann als Buch bei der Gemeinde (Schalter neue Bahnhofstrasse 4 oder Abteilung Bildung, Kultur und Sport im Schloss) oder im Buchhandel bezogen werden.
Die verschiedenen Kapitel der Ortsgeschichte erhalten Sie auch elektronisch:
Ortsgeschichte Münsingen Themenbereiche
Das Museum Münsingen im Schloss widmet seine jährlich wechselnden Sonderausstellungen ebenfalls verschiedenen Aspekten der Ortsgeschichte.
Das aktuelle Tätigkeitsprogramm findet sich unter:
Sonderausstellungen und Führungen
In Ergänzung zur Ortsgeschichte erscheinen zu diesen Sonderausstellungen Begleitpublikationen. Ein Verzeichnis mit Bestellmöglichkeit findet sich unter:
Begleitpublikationen

Römischer Gutshof mit Badeanlage im Gebiet der Kirche und des Gerbegrabens. Ausgrabungen 1941 sowie 2021 bis 2022. Das restaurierte Römerbad mit seinen Mosaiken und Fresken befindet sich seit 2005 in einem Pavillon auf dem USM-Areal.

Landnahme durch Alemannen aus dem süddeutschen Raum. Der Hundertschaftsführer Munigis wird zum Namengeber für Münsingen («die zu Munigis gehörenden Leute»).

Münsingen ist Teil des Königsreichs Burgund, ab 1032 des deutschen Reichs. Um 1000 ist Rudolf III von Burgund Besitzer des Hofs zu Münsingen.

Herrschaft der Ritter Senn, Dienstleute der Grafen von Kyburg. Ihr Familienwappen wird zum Gemeindewappen. Die Herrschaft umfasst die Dörfer Münsingen, Niederwichtrach, Tägertschi, Rubigen, Ursellen und Ämligen.

Die im heutigen Schlossgut gelegene hochmittelalterliche Burg Münsingen wird von den Bernern zerstört, da sich die Ritter Senn im Ringen um die Vorherrschaft im Aareraum auf die Seite ihrer Kyburger Lehnherren stellen. Eine zweite Burg – vermutlich Sitz einer Familie von Münsingen – befindet sich auf der Südseite des Mülitals beim heutigen «Geissbabishoger».

Erste urkundliche Erwähnung des Gasthofs Bären – damals noch «Ilge» genannt. Der älteste Teil des heutigen Gebäudes stammt von 1536. Die beiden stattlichen Gasthöfe «Bären» und «Löwen» weisen auf die Bedeutung Münsingens als Sitz des südwestlichsten Dekanats im Bistum Konstanz hin.

Elisabeth Senn von Buchegg, die letzte Erbin der Senn von Münsingen, verkauft die Herrschaft an drei Bernburger. Ihr Bruder Johannes war 1335 bis 1365 Bischof von Basel. 1448 erwerben dann Burkard Nägeli einen Drittel und Johannes Steiger zwei Drittel der Herrschaft.

Pfarrer Jörg Brunner predigt in der Kirche Kleinhöchstetten im Sinne Martin Luthers – ein Vorläufer der 1528 mit der Berner Disputation eingeleiteten Reformation im Kanton. Die Kirche Kleinhöchstetten wird – nach langer ziviler Nutzung und zunehmendem Verfall – 1963 bis 1966 restauriert.

Hans Franz Nägeli, Mitherr von Münsingen, lässt das heute noch bestehende Schloss auf den Grundmauern der 1311 zerstörten Burg erbauen – das «Nägelischloss». Am 22. Juli1567 heiratet seine Tochter Magdalena den Mitbesitzer der Herrschaft, den Schultheissen Johannes Steiger.

Johannes Steiger lässt 1570 für sich ein zweites Schloss – das «Steigerschloss» – am Standort der heutigen Schaal erbauen. Dieses Schloss wird 1838 abgetragen; das Baumaterial dient dem Bau des Lory-Landsitzes (heute Loryheim). 1578 überlässt Hans Franz Nägeli seinen Anteil an der Herrschaft Münsingen dem Schwiegersohn. Damit bleibt die Herrschaft 220 Jahre im Besitz der Familie von Steiger.

Der Münsinger Notar Johann Konrad Brönner verfasst den Bundesbrief der Bauern (Bauernkrieg) für die Versammlung in Huttwil vom 14.Mai 1653. Er bezahlt dafür mit seinem Leben: er wird am 4. November auf Geheiss der Obrigkeit enthauptet.

Bau der Münsinger Kirche in den heutigen Umrissen durch den Architekten des Berner Münsters, Abraham Dünz II. 1915 wird die Vorhalle angebaut, 1938 erhält der Turm die heutige Form.

Napoleon zwingt der Schweiz mit militärischer Gewalt die «helvetische Republik» auf. Im Zuge des französischen Besatzungsregimes kommt es – zum zweiten Mal nach 1793 – zu einem Dorfbrand, dem mehrere Häuser an der Bernstrasse zum Opfer fallen. Für den Wiederaufbau wird Baumaterial verwendet, das aus der Ruine der «Isaksburg» auf der Südseite des Mühletals stammt, vermutlich der Sitz der Ritter von Münsingen im 14. Jahrhundert.

Münsingen schreibt am 10. Januar Berner Geschichte: Am ersten Volkstag verlangen um die Tausend Männer in der Kirche eine liberale Verfassung – wegweisend ist das Referat des Burgdorfer Notars Karl Schnell. Drei Tage später dankt die Patrizierregierung in Bern ab.

Die nach Münsingen übersiedelten drei Brüder David, Bendicht und Johann Schüpbach begründen ein Gewerbe- und Liegenschafts- «Imperium», unter anderem mit dem Krämerhaus am Dorfplatz, einem stattlichen Bauernhaus an der Tägertschistrasse, der Tuchfabrik im Mühletal und der Walke.

Zweiter Volkstag in Münsingen am 25. März: Die Radikalen treffen sich auf der Bärenmatte und die Konservativen auf der Löwenmatte. Gesamthaft kommen um die 20'000 Leute zusammen – trotz aufgeheizter Stimmung enden die Versammlungen weitgehend friedlich.

Eröffnung der Eisenbahnlinie Bern-Thun durch die Schweizerische Centralbahn (SCB). Die Linie gehört 1919 zu den elektrifizierten Pionierstrecken, 1921 ist der Ausbau auf Doppelspur abgeschlossen.

Gründung der Sekundarschule, zunächst als Verein, und ab 1889 als Institution der Gemeinde. Die Schule ist zunächst an der Thunstrasse einquartiert, und anschliessend während 19 Jahren im rechten Teil des Krummholzhauses an der Tägertschistrasse.
