
In Münsingen sollen im Strassenverkehr alle Teilnehmenden gleichberechtigt sein. Niemand soll bevorzugt oder benachteiligt werden. Mit wachsenden Bevölkerungszahlen und zusätzlichen Fahrzeugen, wird der verfügbare Platz im Strassenraum zunehmend knapper. Immer mehr Verkehrsteilnehmende teilen sich die gemeinsame Verkehrsfläche.
Neben zu Fussgehenden, Fahrrad-, Roller-, Motorrad- und Autofahrenden, kommen laufend neue Fahrzeugtypen wie z.B. E-Bikes (25 km/h), schnelle E-Bikes/Speedelecs (40 km/h), Kickboards, (E-) Scooter, (E-) Roller (25km/h), (E-) Chopper (25 km/h), usw. dazu. Auch die Elektifizierung der Fahrzeuge schreitet stetig voran. Das bringt neue Herausforderungen mit sich. Es gibt mehr Verkehrsteilnehmende, der Verkehr wird dichter, neumodische Fahrzeuge fahren zum Teil auch auf Fussgängerwegen, die Fahrzeuge werden leiser, usw. Aber der Verkehrsraum bleibt beschränkt.
Deshalb braucht es viel Verständnis und gegenseitige Rücksichtsnahme aller Verkehrsteilnehmenden. Und insbesondere die schwächeren Verkehrsteilnehmer/-innen (zu Fussgehende, Kinder und ältere Menschen, Personen mit besonderen Bedürfnissen wie Hör- und Sehbehinderte, Blinde, Rollstuhlfahrende, Menschen mit Gehhilfen, usw.) müssen besonders geschützt werden.
Dafür engagiert sich die Gemeinde Münsingen seit Jahrzehnten für eine vielfältige und sichere Verkehrsinfrastruktur.
Als Zeichen des Engagements der Gemeinde wurde 1995 Veloville ins Leben gerufen. Zuerst als Sensibilisierungskampagne gestartet, steht die Marke heute für sämtliche Aktionen und Aktivitäten rund um die Förderung des Veloverkehrs und ein respektvolles Miteinander im Strassenverkehr.

Nationale Velorouten
Entlang der Aare führt die nationale Veloland Veloroute Nr. 8, auf der Etappe 3 von Spiez nach Bern, durch Münsingen.
Auch die regionale Veloland Bern-Süd-Route Nr. 37 von Riggisberg nach Bern führt durch Münsingen.
Weitere Infos zu Velorouten finden Sie auf der Webseite der Stiftung Schweiz Mobil.

Gelb markierte Leitspur im Kreisel
In Münsingen wurde auf der Kantonsstrasse eine gelbe Leitspur im Kreisl Dorfplatz markiert. Dies ist eine Besonderheit von Münsingen und zeigt den Fahrradfahrenden an, wo sie im Kreisel fahren sollen.
Auch die Ausfahrten sind markiert. Das führt zu mehr Sicherheit und weniger gefährlichen Situationen, weil Velofahrende von Autos nicht nach rechts abgedrängt werden können.
Lokale Velowege
In und um Münsingen herum gibt es nebst den gelb markierten Velospuren auf den Kantons- und Gemeindestrassen, auch zahlreiche Fahrradwege abseits der grossen Verkehrsströme. Die Gemeinde achtet darauf, die Veloinfrastruktur im Einklang mit der kantonalen, übergeordneten Velonetzplanung zu koordinieren und bestehende Netzlücken zu schliessen.
Velospuren
Auf Kantons- udn Gemeindestrassen in Münsingen sind bei entsprechender Fahrbahnbreite konsequent Velospuren markiert. Das gibt Sicherheit und ist ein guter Hinweis auf ein rücksichtsvolles Miteinander.

Velostation Dorfmatt, Bahnhof West
Mit dem Neubau der Senevtia konnte der Platz auf der Westseite des Bahnhofs Münsingen neu entwickelt werden. Als Teil davon wurde die Velostation Dorfmatt (Einstellhalle für Fahrräder) gebaut. Sie bietet witterungsgeschützt Platz für 600 Fahrzeuge und erleichtert den Nutzenden die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr.
Veloparkierung Bahnhof Ost, Perron 1
Auf der Ostseite des Bahnhofs stehen im nördlichen Bereich (Richtung Bern) Parkmöglichkeiten für Fahrräder, entlang des Perrons 1 zur Verfügung.
Veloparkierung Bahnhof Ost, Busbahnhof
Im südlichen Bereich (Richtung Thun) steht für die Parkierung von Velos, Mofas und Motorrädern, eine gedeckte Halle beim Busbahnhof zur Verfügung.
Blaue Veloville Veloständer im Dorf
Im gesamten Dorf stehen zahlreiche Veloständer zur Verfügung. Die bekannten blauen Veloständer sind als Aktion von Veloville Münsingen gemeinsam mit dem Gewerbe entstanden.
Veloständer der neuen Generation
Die neueren Veloständer der Gemeinde sind unlackiert und roh, feuerverzinkt.

Kreative Farbtupfer
Einige der Veloständer, welche sich in Firmenbesitz befinden, wurden mittlerweile durch die Unternehmen in den Firmenfarben umlackiert und zum Teil als kreative Farbtupfer in Szene gesetzt.

Velo Servicstationen
In der Gemeinde Münsingen sind an verschiedenen Standorten öffentlich zugängliche Pump- und Servicestationen verfügbar. An den Pumpstationen können der Reifendruck kontrolliert und bei Bedarf die Reifen aufgepumpt werden. An den kombinierten Pump- und Servicestationen sind zusätzlich einige der gängigsten Werkzeuge verfügbar. Damit können selber kleinere Servicearbeiten ausgeführt werden.
Pumpstationen
Kombinierte Pump- und Veloservicestation
UPZ -> Bei der Veloparkierung der UPZ AG (vormals PZM AG) vor dem Hauptgebäude -> Hunzigenallee 1, 3110 Münsingen.
Fahrradgewerbe Münsingen
Sie können sich zum befüllen der Veloreifen und für alle Servicearbeiten, während den Öffnungszeiten, gerne auch an das lokale Fahrradgewerbe wenden.

Gründung von Veloville
Die Aktion Veloville wurde 1995 als Sensibilisierungskampagne der Gemeinde Münsingen ins Leben gerufen. Heute steht die Marke Veloville für sämtliche Aktionen und Aktivitäten rund um die Förderung des Veloverkehrs.
Aktionstag
Gestartet ist Veloville mit einem Aktionstag am 6. Mai 1995. Vorgestellt wurden damals, in Zusammenarbeit mit dem Gewerbe, die blaue Veloständer mit auffälligem Parkschild. Damit wurde in Münsingen eine neue Ära eingeleitet. Der Veloverkehr sollte künftig im Verkehrsmix einen höheren Stellenwert erhalten. Die blauen Veloständer stehen übrigens heute noch immer vor zahlreichen Geschäften und prägen seither das Münsinger Ortsbild mit. In der nun bereits über 30-jährigen Erfolgsgeschichte der Veloville Münsingen konnten bereits viele wirkungsvolle Fördermassnahmen erfolgreich umgesetzt werden.
Förderung eines sicheren Miteinanders
Die Förderung eines sicheren Miteinanders kommt auch dem Veloverkehr zu gut. Dies kann aber nicht nur mit baulichen Massnahmen der Gemeinde gelingen. Es sind auch Verhaltensänderungen der Bevölkerung notwendig. Das Umsteigen vom Auto auf das Velo ist Sache jedes Einzelnen und hat noch viel Potential. Insbesondere auch für Fahrten innerhalb der Gemeinde.
Jubiläum 25 Jahre Veloville
In den Jahren 2020/2021 feierten wir das Jubiläum «25-Jahre Veloville Münsingen» mit verschiedenen Aktion und Veranstaltungen rund um das Thema Velofahren. Die Aktionen wurden durch Vertreter der Politik und die folgenden Vereine organisiert und unterstützt:
Verein gegenseitige Hilfe
RSC Aaretal Münsingen
Pro Velo Bern, Ortsgruppe Münsingen
Velo Region Bern
Das seit 2018 bestehende Velo-Verleihsystem (VVS) «Velo Stadt Bern» hat sich als Teil des Verkehrssystems der Kernagglomeration Bern etabliert. Ende 2023 wurde der Leistungsvertrag für die nächste Periode (2026 - 2033) neu ausgeschrieben. An der Neuausschreibung haben sich neben der Stadt Bern auch 17 Gemeinden aus der Region, darunter auch Münsingen, beteiligt.
Regional vernetzt
Mit der Ausweitung des Verleihsystems auf weitere Gemeinden, auch ausserhalb der Kernagglo Bern, wurde das ökologische, flächensparende und beliebte Leihvelo-Angebot sinnvoll ausgebaut und regional verankert. Aus «Velo Bern» wurde neu «Velo Region Bern», kurz VRB.
Der grösste zusammenhängende Veloverleih-Verbund in der Schweiz
Die neue Velo Region Bern umfasst heute (Stand 2026)
Damit ist mit der Velo Region Bern der grösste zusammenhängende Veloverleih-Verbund der Schweiz entstanden .
Netztattraktivität
Das Velo-Verleihsystem lebt von der lokalen und regionalen Vernetzung. Ein dichteres Netz fürt automatisch zu einer höheren Nutzung. Damit das Netz in Zukunft noch attraktiver wird soll es regional laufend ausgebaut werden.
Presseartikel Velo Region Bern
Artikel im Münsinger Info 01/2026
PubliBike
Die Firma PubliBike AG hat die Ausschreibung gewonnen und den Zuschlag als Gesamtdienstleisterin für das neue Veloverleihsystem der Velo Region Bern erhalten. PubliBike betreibt in der Schweiz in mehreren Regionen Veloverleih-Systeme.
Velo-Verleihstationen in Münsingen
Die Gemeinde Münsingen ist im Veloverleih-Verbund "Velo Region Bern" am 13. Mai 2026 mit 5 Velo-Verleihstationen gestartet. Aktuell können die PubliBikes in der Gemeinde Münsingen an folgenden Stationen gemietet und zurückgegeben werden.
Standortbasiertes System
Die Velos sind können in der gesamten Velo Region Bern an jeder beliebigen Station ausgeliehen und zurückgegeben werden. An den jeweiligen Stationen können die Velos innerhalb der in Verkehrspurpur markierten Flächen zurückgegeben werden. Der Ausleihprozess kann nur hier korrekt abgeschlossen werden. Da das System geobasiert funktioniert, ist eine korrekte Rückgabe ausserhalb der Stationen nicht möglich.
Firmenstandorte zur Reduktion des CO2 Fussabdrucks
Firmen profitieren an den Firmenstandorten von einem privilegierten Zugang zum Velo-Verleihsystem. Der Nutzen besteht darin, dass Kunden, Besucher/-innen aber auch Mitarbeitende auf der letzten Meile direkt eine Verbindung zum Öffentlichen Verkehr haben.
Firmen welche sich für einen Firmenstandort interessieren, dürfen sich gerne bei der Abteilung Bau der Gemeinde Münsingen melden.
Wie funktioniert PubliBike
Die gesamte Veloflotte wurde von PubliBike auf den neusten Stand umgerüstet. Die Velos und E-Bikes sind georeferenziert und standortgebunden. Sie können an den dafür vorgesehenen, signalisierten und in verkehrspurpur markierten Stationen bezogen und zurückgegeben werden.
Mit der App" PubliBike Velospot" oder mit SwissPass
Die Ausleihe kann mittels der App PubliBike Velospot oder mit einem SwissPass erfolgen. Laden sie die App im Google Play Store (Android) oder im App Store von Apple (iPhone) herunter. Erstellen Sie ein persönliches Konto und hinterlegen Sie ein Zahlungsmittel.
Tarife
In der App gibt es Einzelfahrten sowie verschiedene Abo-Varianten und auch Tageskarten. Die genauen Tarife finden Sie unter Abos auf der PubliBike Webseite. Wählen Sie die für Sie passende Lösung. In der App ist auch ersichtlich an welchen Ausleihstationen wie viele Fahrzeuge gerade zur Verfügung stehen. Wenn Sie sich nicht registrieren möchten, können Sie mit einem SwissPass die Velos und E-Bikes auch ohne vorheriges Login bei PubliBike ausleihen.
Ausleihen mit dem SwissPass
Die Velos und E-Bikes verfügen am Hinterrad über ein elektronisches Veloschloss, welches sich sowohl mit der App wie auch mit dem SwissPass öffnen lässt. Mit dem SwissPass öffnet sich das Schloss drahtlos mittels der NFC-Funk-Technologie, durch Drücken des Ein-/Aus-Knopf zur Aktivierung des Schlosses. Danach einfach den SwissPass an das Schloss halten.
Ausleihen mit der PubliBike Velospot-App
Für das Öffnen mit der App muss ebenfalls zuerst der Ein-/Aus-Knopf am Fahrzeugschloss gedrückt werden. Danach erscheint die Velonummer in der App und das Fahrzeug kann aufgeschlossen werden.
Rückgabe
Die Fahrt kann nur an einer offiziellen PubliBike Veloverleihstation innerhalb der Bodenmarkierung in verkehrspurpur beendet werden. Einfach das Velo oder E-Bike innerhalb der Markierung abstellen, den Ein-Aus-Knopf am Schloss drücken und den Hebel an der rechten Seite des Schlosses herunterdrücken. Kurz warten bis das Schloss einrastet und den Schliessvorgang mit zwei Pieptönen quittiert.
Videoanleitungen
Auf der Webseite der Gesamtdienstleisterin PubliBike sind viele zusätzliche Informationen verfügbar. So auch Videos mit praktischen Anleitungen zum Ausleih- und Rückgabeprozess.
E-Cargovelo beim Coop Supermarkt Münsingen
Beim Coop Supermarkt am Dorfplatz 6, 3110 Münsingen, ist seit 2019 ein elektrisches Cargobike des Sharing-Anbieters «carvelo» stationiert. Es kann in Stundemiete ausgeliehen werden.
Das Velo eignet sich für den Warentransport genauso, wie für einen Ausflug mit zwei Kleinkindern. Regenverdeck, Sitzkissen und Gurte sind vorhanden.
Das elektrische Lastenfahrrad kann auf www.carvelo.ch reserviert werden. Die Schlüsselabgabe erfolgt am Kiosk des Coop Supermarkts Münsingen (während den Öffnungszeiten).
Pumptrack Schlossgut
Der Pumptrack befindet sich vor dem Spycher der Kinder- und Jugendfachstelle Aaretal -> Schlossstrasse 18, 3110 Münsingen. Die Anlage des Pumptrack steht allen offen und darf kostenlos genutzt werden. Die Nutzungsordnung ist einzuhalten.
Im Mai 2026 wurde der neue Pumptrack des Vereins Freestyle eingeweiht. Seither können hier im geschützten Rahmen neue Skills erlernt werden.
Das macht vor allem riesigen Spass. Gleichzeitig ist es auch ein wertvolles Fahrtrainig. Die Kinder und Erwachsenen lernen das eigene Fahrzeug besser kennen. Sie können die eigenen Grenzen austesten. Und sie lernen den Wert einer guten Schutzausrüstung schätzen.
Damit erhöhen sie aktiv die eigenen Fahrkompetenzen und ganz allgemein die Sicherheit. Auch später im Strassenverkehr.
Tempo-30 auf Gemeindestrassen
In Münsingen gilt auf fast allen Gemeindestrassen Tempo-30. Eine Temporeduktion von 50 auf 30 Km/h führt gemäss BFU und Fussverkehr Schweiz zu einer drastischen Abnahme von schweren Verkehrsunfällen. Im Sinne der gegenseitigen Rücksichtnahme ist das Tempo-Regime in Münsingen seit Jahren etabliert.
Tempo-30 auch auf der Ortsdurchfahrt
Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt Münsingen in den Jahren 2023 - 2025 hat der Kanton Bern das Temporegime auf den Kantonsstrassen (Bernstrasse, Thunstrasse und Tägertschistrasse) im Ortskern ebenfalls auf Tempo-30 angepasst.
Begegnungszonen in Wohnquartieren
Auf Nebenstrassen können auf Wunsch der Anwohnenden Begegnungszonen eingerichtet werden. Damit eine Begegnungszone eingereichtet werden kann, müssen gewisse Kriterien erfüllt sein. Münsingen verfügt bereits über eine grössere Anzahl an Begegnungszonen. In Begegnungszonen gilt Tempo-20 und die Vortrittsregelung bevorzugt den Fussverkehr. Dieser hat hier gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmenden immer Vortritt.
Massnahmen zur Verkehrsberuhigung
Sobald neue Tempo-Zonen eingerichtet wurden, muss das neue Tempo-Regime laufend überwacht werden. Dies sind die Vorgaben des Kantons Bern. Mit temporären aber regelmässigen Geschwindigkeitsmessungen an definierten Standorten, wird die Einhaltung des Tempos überwacht. Dabei muss das sogenannte V85 eingehalten werden. Das heisst, mind. 85% der Fahrzeuge, müssen das Tempolimit erfüllen. Ist dies nicht der Fall, müssen zusätzliche Massnahmen wie Markierungen, Signalisationen oder auch bauliche Veränderungen vorgenommen werden.
Menschen mit besonderen Bedürfnissen
Unter uns gibt es auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Diese Menschen gilt es zu schützen und zu unterstützen. Die Bedürfnisse sind sehr vielfältig und je nach Gruppe völlig unterschiedlich. Durch Inklusion tragen wir diesen Bedüfnissen auch im öffentlichen Raum Rechnung. Inklusion bedeutet, gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Bei neuen Bauvorhaben gilt das Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen.
Gehbehinderte Menschen
Menschen welche gehbehindert sind, benötigen mehr Zeit und sind dadurch auf eine grössere Rücksichtnahme durch andere Verkehrsteilnehmende angewiesen. Und Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen sind auf ebenen Flächen sicherer und komfortabler unterwegs. Gerade Menschen im Rollstuhl können zudem auch sensibel auf Unebenheiten reagieren. Und sie benötigen wie wir alle, ebenfalls sichere Querungsstellen im Strassenraum.
Rollstuhlfurten auf der Kantonsstrasse
Der Kanton Bern hat bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt neu Mittelinseln mit Rollstuhlfuhrten (bodenebene Durchlässe in der Mittelinsel) gebaut. Durch die Mittelinseln haben gehbehinderte Menschen mehr Zeit zum Queren der Strasse. Und durch die Rollstuhlfurten können sie die Strasse ohne Hindernisse überqueren.
Blinde und sehbehinderte Menschen
Menschen welche blind oder sehbehindert sind, sind auf Leit- und Informationssysteme angewiesen welche entweder eine grosse Kontrastwirkung aufweisen oder taktil ertastbar sind.
Visuell taktile Markierungen
Auf den Münsinger Strassen treffen sie vielerorts auf weisse, visuell taktile Markierungen. Diese bestehen aus mehreren parallel verlaufenden, weissen Leitlinien oder aus weissen Rechtecken mit vielen weissen Streifen (je nach Funktion sogenannte Abzweig- Abschluss- oder Aufmerksamkeitsfelder). Diese Markierungen dienen sehbehinderten und blinden Menschen als Informationselemente. Sie ergänzen weitere ertastbare Elemente wie z.B. Stufen, Bordsteinkanten, usw. im öffentlichen Raum. Durch ihre grosse Kontrastwirkung zum Asphalt können sie von sehbehinderten Menschen gut erkannt oder von blinden Menschen mit dem Blindenstock gut ertastet werden. So können sich diese Menschen trotz ihrer Einschränkungen selbständig und sicher im öffentlichen Raum bewegen.
Bitte Leitsysteme jederzeit freihalten
Bitte nehmen sie Rücksicht auf diese Personengruppe. Halten sie die weissen Leitlinien und Aufmerksamkeitsfelder (visuell taktile Markierungen) jederzeit frei. Benutzen sie die Flächen keinesfalls zum Parkieren von Fahrzeugen jeglicher Art. Oder zum Abstellen von Waren. Auch nicht kurzfristig! Es ist wichtig, dass die Gehwege für Blinde und sehbehinderte Menschen jederzeit frei von Hindernissen und Stolpergefahren bleiben.
Der weisse Blindenstock signalisiert Vortritt
Menschen mit einem weissen Taststock (Blindenstock, weisser Stock) haben jederzeit und überall absoluten Vortritt. Wenn jemand mit dem erhobenen Stock anzeigt, dass er die Strasse queren möchten. Fahren sie bitte mit Ihrem Motorfahrzeug angemessen nah an die Querungsstelle (damit die Person sie hören kann). Halten sie an und lassen sie den Motor laufen. Warten sie, bis die Person die gesamte Fahrbahn vollständig und sicher gequert hat. Erst dann fahren sie wieder weiter.
Behindertengerechte Buswartekanten
Der Ausbau von behindertengerechten Haltestellen und Buswartekanten im öffentlichen Verkehr ist in der Gemeinde Münsingen bereits weit fortgeschritten. Praktisch alle Haltestellen der Ortsbusse sind bereits umgerüstet.
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