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Biodiversität
Biodiversität

Artenschutz im Garten

Lebendiger Garten – Artenvielfalt fördern und erhalten

Eine grosse Artenvielfalt ist ein Kennzeichen funktionierender Ökosysteme. Wir Menschen sind auf funktionierende Ökosysteme angewiesen: Sie liefern uns Lebensmittel (Landwirtschaft), Baustoffe und Energie (Waldwirtschaft), saubere Luft und sauberes Wasser.
Der wichtigste Grund für das Artensterben ist der Verlust von naturnahen Flächen sowie das Zerschneiden und Fragmentieren solcher Flächen durch Strassen und Siedlungen. Wo es nach wie vor naturnahe Flächen gibt, stehen diese oft unter einem hohen Nutzungsdruck durch Freizeitverkehr und Erholungssuchende. Auch die intensive Land- und Forstwirtschaft tragen ihren Teil zum Artensterben bei.

Grünflächen im Siedlungsraum können wichtige Rückzugsgebiete für seltene Arten und wertvolle «Trittsteine» für die ökologische Vernetzung von Biotopen darstellen. Der wichtigste Grundsatz lautet dabei: «Weniger ist mehr»: Weniger hochgezüchtete Pflanzen dafür mehr Wildformen, weniger «Sauberkeit» dafür mehr Rückzugsräume und ökologische Nischen, weniger Dünger und Pestizide dafür mehr Leben und mehr Vielfalt.

Lassen Sie sich von unseren Ideen inspirieren.

Die «Hostett» als Lebensraum

Mit ihrer Kombination aus – oft alten – Obstbäumen und extensiv bewirtschafteter Wiese stellt die traditionelle «Hostett» einen wertvollen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten dar. Auch im eigenen Garten lässt sich oft durch die Pflanzung von Hochstammobstbäumen eine solche «Hostett» im Kleinformat realisieren.

Sie sind selten geworden: Streuobstwiesen mit altem Obstbaumbestand prägten früher viele Landschaften in der Schweiz. Heute gehört eine solche «Hostett» nicht mehr immer wie selbstverständlich zu einem landwirtschaftlichen Betrieb. Umso wichtiger wird der Erhalt bestehender, nicht-kommerzieller Obstgärten auf öffentlichem und privatem Grund und umso wertvoller wird jede Neuanpflanzung von Hochstamm-Obstbäumen im eigenen Garten oder auf dem eigenen Grundstück.

ProSpecieRara-Sorten am Grabebach

Im Oktober 2025 pflanzte die Gemeinde beim Grabebach 16 Apfel-, Birn- und Zwetschgenbäume aus 12 verschiedenen, alten Sorten. Unterstützt wurde sie dabei von den Lernenden der H+R Architekten AG, die bei der Pflanzung tatkräftig mit anpackten. Die Pflanzung soll einerseits einen Beitrag zur Biodiversität leisten. Andererseits sollen die Obstbäume entlang dem beliebten Spazierweg als Anschauungsmaterial und Werbung für eine hohe Sortenvielfalt dienen. Wir hoffen, dass möglichst viele der Spaziergängerinnen und Spaziergänger Freude daran finden.

Haben auch Sie einen Garten und etwas Platz darin? ProSpecieRara bietet nicht nur Obst- sondern auch viele seltene Gemüse- und Blumensorten an. Jede Anpflanzung hilft, die alten Sorten zu erhalten.

Nähere Informationen finden Sie auf der Website von ProSpecieRara.
Impressionen vom Pflanztag am Grabebach (Bildmaterial bereitgestellt von den Lernenden der H+R Architekten AG)
Impressionen vom Pflanztag am Grabebach (Bildmaterial bereitgestellt von den Lernenden der H+R Architekten AG)

Impressionen vom Pflanztag am Grabebach (Bildmaterial bereitgestellt von den Lernenden der H+R Architekten AG)

Amphibien sind bedroht – Wie können wir sie unterstützen?

Über 90% der Feuchtgebiete sind in der Schweiz verschwunden, was zu einem drastischen Rückgang der Amphibienbestände geführt hat. 70% der einheimischen Arten stehen auf der Roten Liste. Amphibien brauchen mehr Gewässer und eine Vernetzung ihrer Lebensräume, wie Gräben, Waldtümpel, überschwemmte Wiesen und Gartenteiche.

Beobachtungen melden

Herzlichen Dank, dass Sie Ihre Beobachtungen melden!

Indem Sie Ihre Beobachtungen über Amphibien melden, helfen Sie dem nationalen Daten- und Informationszentrum Info fauna und damit dem Natur- und Artenschutz in der Schweiz. So gehen Sie vor:

  • Registrieren Sie sich unter: «info fauna»
  • Laden Sie die App unter «webfauna» auf Ihr Mobilfunkgerät. Damit vereinfacht sich der Prozess der Datenerfassung, wenn Sie im Gelände eine Amphibien-Beobachtung erfassen möchten, indem die Koordinaten des Standortes automatisch übernommen werden. Ausserdem können über die App Bestimmungsschlüssel und Artenporträts heruntergeladen werden.
  • Alternativ können Sie ihre Beobachtungen auch über die Website «webfauna» erfassen, nachdem Sie sich mit den im Schritt 1 hinterlegten Login-Daten angemeldet haben. Hier müssen Sie allerdings die Koordinaten des Beobachtungs-Ortes manuell in einer Karte erfassen.
Abbildung 1: Die häufigsten, bei uns vorkommenden Amphibien: Erdkröte (Bufo bufo, o.l.), Grasfrosch (Rana temporaria, o.r), Wasserfrösche (Pelophylax sp., u.l.), Bergmolch (Ichthyosaura alpestris, u.r.) © Bildautorin: Beatrice Lüscher
Abbildung 1: Die häufigsten, bei uns vorkommenden Amphibien: Erdkröte (Bufo bufo, o.l.), Grasfrosch (Rana temporaria, o.r), Wasserfrösche (Pelophylax sp., u.l.), Bergmolch (Ichthyosaura alpestris, u.r.) © Bildautorin: Beatrice Lüscher

Die häufigsten, bei uns vorkommenden Amphibien: Erdkröte (Bufo bufo, o.l.), Grasfrosch (Rana temporaria, o.r), Wasserfrösche (Pelophylax sp., u.l.), Bergmolch (Ichthyosaura alpestris, u.r.) © Bildautorin: Beatrice Lüscher

Woraus besteht eine Beobachtung?

Eine Beobachtung umfasst folgende Mindestinformationen, die in der App bzw. im Web-Formular hinterlegt sind (Pflichtfelder, rot markiert in der App, mit rotem Stern versehen im Web-Formular):

  • Informationen über die Beobachtung:
    – Art
    – Genauer Ort der Beobachtung mit Adresse, Karte oder geografische Koordinaten
    – Datum der Beobachtung

Eine Beobachtung kann mit weiteren freiwilligen Informationen ergänzt werden. Wichtig wäre es hier, die Anzahl der beobachteten Individuen einzutragen.

Foto
Wir bitten Sie sehr, ein Foto Ihrer Beobachtung hochzuladen, damit die Beobachtung von Fachexperten validiert werden kann.
In der App können Fotos vom Mobiltelefon direkt in die Meldung integriert werden. Im Web-Formular können Sie lokal abgespeicherte Dateien über den Button «Dateien hochladen» (ganz unten im Formular) hochladen.

Datenschutz
Ihre Daten werden vertraulich behandelt. «info fauna» verwertet die Daten rein wissenschaftlich zur Erfassung der Tierarten. Hier finden Sie die gültigen Datenschutzrichtlinien:InfoSpecies

Ausführliche Informationen zur Datenerfassung finden Sie auf: Daten melden | info fauna

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