Sanierung Ortsdurchfahrt

Visualisierung 30er Zone Ortseinfahrt

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt durch den Kanton Bern hat zum Ziel, den Verkehr verträglicher zu machen. Der Verkehrsfluss wird verstetigt, die Situation für Fussgänger und Velofahrende verbessert und der Strassenraum attraktiver gestaltet. Die Verkehrsentlastung durch die Entlastungsstrasse Nord wertet die Ortsdurchfahrt und das Zentrum zusätzlich auf. Gebaut wird auf der Ortsdurchfahrt ab 2021 – und zwar in Etappen, die auf die Projekte der Gemeinde abgestimmt sind.

Projektziele

Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt verfolgt der Kanton Bern drei Ansätze:

  • Koexistenz: Angestrebt wird eine Verkehrskultur der gegenseitigen Rücksichtnahme im Strassenraum, den sich die Verkehrsteilnehmer teilen.
  • Dominanzausgleich: Der motorisierte Verkehr soll die Ortsdurchfahrt nicht mehr dominieren. Fussgängerbereiche und Vorplätze werden vergrössert und aufgewertet. Der Strassenraum soll sich stärker an der Siedlung orientieren.
  • Stetiger Verkehrsfluss: Durch eine Temporeduktion soll der Verkehrsfluss verstetigt und dadurch die Leistungsfähigkeit und zugleich die Sicherheit erhöht werden.
Situation Velo- und Autofahrende Kreisel SLM

Betriebskonzept

Damit der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt in Münsingen wieder fliesst, sieht das Betriebskonzept folgende Massnahmen vor:

Dosieren
Wenn das Zentrum überlastet ist, wird der Verkehr an den Ortseingängen dosiert, damit sich der Verkehr im Dorfkern weniger staut. Dafür sorgen sogenannte Pförtneranlagen mit Lichtsignal. An fünf Stellen wird der Verkehr überwacht, d.h. auf der Ortsdurchfahrt durch Zählstellen erfasst und über einen zentralen Rechner gesteuert. 

Priorisieren
Die Busse aus Richtung Rubigen und Wichtrach erhalten an den Ortseingängen separate Umweltspuren, die auch von den Velofahrenden benutzt werden dürfen. Dadurch wird der öffentliche Verkehr auch bei hoher Verkehrsbelastung pünktlich. 

Tempo reduzieren
Mit einer Temporeduktion von 50 auf 30 km/h lässt sich der Verkehr auf Münsingens Ortsdurchfahrt besser bewältigen. Die Geschwindigkeit wird zwar tiefer, doch verkürzen sich gemäss Verkehrssimulationen die effektiven Reisezeiten. Zudem steigt die Verkehrssicherheit deutlich.

Beruhigen
Betrieblich wird die Ortsdurchfahrt in die Tempo-30-Zonen der umliegenden Gemeindestrassen integriert. Das bringt eine grossflächige Verkehrsberuhigung mit mehr Sicherheit, weniger Abgasen und weniger Lärm. 

Betriebskonzept aufgezeigt mit Fussgänger über Fussgängerstreifen und Verkehr mit Bus und Autos

Wichtige Elemente

Neue Kreisel
Der heutige Kreisel im Dorfzentrum wird vergrössert und leicht nach Norden verschoben. Bei der Ortseinfahrt von Rubigen (Bernstrasse) entsteht ein neuer Kreisel als Anschluss für die künftige Entlastungsstrasse Nord. 

Tempo 30
Im Kernbereich von Münsingen wird auf der Kantonsstrasse neu Tempo 30 gelten. Kombiniert mit der Dosierung des Verkehrs kann so auch bei starker Belastung ein regelmässiger Verkehrsfluss auf der Ortsdurchfahrt gewährleistet werden. Mit Tempo 30 kann das Prinzip des Miteinanders der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden (Koexistenz) im bestehenden Strassenraum umgesetzt werden. Dank diesem Tempo-Regime kann die Anzahl Parkplätze entlang der Strasse wie im ursprünglichen Projekt vorgesehen beibehalten werden.

Visualisierung Kernbereich auf der Kantonsstrasse mit Tempo 30

Mehrzweckstreifen
Auf der gesamten Ortsdurchfahrt wird in der Mitte der Fahrbahn ein zwei Meter breiter Mehrzweckstreifen markiert. Dieser dient Zufussgehenden überall zum Queren der Strasse und ist auch Abbiegehilfe für Velos und Autos.

Querungszonen
Speziell gestaltete Querungszonen vereinfachen den Zufussgehenden, die Fahrbahn auf breitem Raum zu queren. Anders als beim Fussgängerstreifen entfällt bei Querungszonen der Fussgängervortritt. Es gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme und Verständigung. Die optische Gestaltung der Querungszonen hält die Autolenkenden zu vorsichtigem Fahren an. 

Verkehrsmanagement
Zählstellen entlang der Ortsdurchfahrt erfassen Verkehrsmenge und Geschwindigkeit, bei Bedarf werden die Lichtsignalanlagen an den Ortseingängen aktiviert um der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt dosiert. Der Stau wird so ausserhalb des Zentrums gehalten.

Die Kosten für die Sanierung der Ortsdurchfahrt betragen rund 21,9 Mio. Franken, hinzu kommen die Kosten für die Sanierung der Werkleitungen. Der Bundesanteil im Rahmen des Agglomerationsprogrammes beträgt 3,9 Mio. Franken.

Linienführung / Pläne

Realisierungstermine

Sanierung Ortsdurchfahrt erfolgt in Etappen und abgestimmt auf Projekte der Gemeinde

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt erfolgt in Etappen und abgestimmt auf die Projekte der Gemeinde.

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